Nach der Autowäsche mit Unterbodenwäsche, bei der es vorrangig darum ging, die normale aber immer wieder bemängelte "Ölfeuchte" von Motor und Getriebe zu bereinigen, hab ich den ML noch ein wenig in der Sonne getrocknet und Restschmutz an den bekannten Stellen entfernt.
Dekra war erst für Mi. oder Do. aufm Plan.
Aber es war ja noch früh am Tag und einer der möglichen Heimwege führt doch bei meiner Dekra-Station vorbei, vor der ich dachte, daß die um diese Tageszeit längst geschlossen hätten.
Weit gefehlt. Und total leer war es auch noch.
Tolldreist bog ich ab, mit dem Spruch auf den Lippen "Sekt oder Selters", da müssen wir jetzt durch!
Nett sind die ja immer, diese Prüfingenieure dort.
Und der meinige bekam von mir dann auch noch den Tip, den Auspuff doch lieber auf der rechten Seite zu suchen, in den Er die AU Messsonde versenkte.
Rein darf man ja nicht mehr, in die Prüfhallen. Fotografieren und Videoaufnahmen machen ist nun auch gänzlich verboten. In Zeiten asozialer Medien aller Art und deren Mißbrauch, haben hier nun auch hier alle Nachteile auszubaden.
Im Eingangstor stehend hab ich aber nun genaustens beobachtet, was dieser offensichtlich sehr fachkundige Prüfingenieur da tat.
Erstmal trat Er, die AU-Messgeräte im Auge, so 7-8 mal kurz hintereinander auf die Bremse.
Hatte ich noch nie gesehen und dann auch vorsichtig gefragt.
Die Reaktion auf Störgrößen könne man auch so ermitteln, weil der Bremskraftverstärker seinen Unterdruck ja vom Motor bekomme und dieser dadurch belastet werde.
Das ginge aber bei neueren Fahrzeugen nicht mehr, weil die zu schnell nachregeln würde.
Umfassende, freundliche Auskunft über Dinge, die ich so noch nie gesehen hatte.
Und der AU-Monitor zeigte Häkchen und grüne ok´s an. Puh, das war also schon mal durch.
Bremsentest: Die Messuhren sagten mit schon, alles ok und recht gleichmäßig.
Die ordentliche Belastung der Bremsanlage tat dem ML offensichtlich sogar gut, wie ich nach Termin feststellte.
Ich selbst bremse ja sehr vorausschauend fahrend immer sehr verhalten.
Lichttest: Keine Mine, alles ok.
Dann wurde es ernst. Der ML wurde auf der Bühne aufgebockt und nun konnte ich sehen, daß der Ing. sich tatsächlich bestens mit älteren M-Klassen auskannte.
Da wurden alle auch uns hinlänglich bekannten Schwachstellen des Fahrwerks, der Lenkung und der Bremsanlage sorgfältigstens untersucht.
Sogar die linksseitig verlegte Bremsleitung wurde, soweit das möglich ist, von hinten bis vorne abgeleuchtet.
Das ganze dauerte, gefühlt, mindestens eine halbe Stunde.

Dann ging der Ing. ans hintere Kfz-Kennzeichen, griff in die Hosentasche und...
...schon war die Einfahrt zur Prüfhalle blockiert. Von dem von mir stammenden Felsbrocken...

Beim Bezahlvorgang klappte mir, ob des Preises, dann nochmal die Kinnlade runter.
Gefolgt von einem Fachgespräch unter M-Klasse-Kennern. Dabei kam dann raus, welche Erfahrungen der Ing. denn schon mit ML´s und anderer Wertarbeit bei Mercedes gemacht hatte.
All die, welche auch wir über die Jahrzehnte gemacht hatten, zuzüglich gebrochener Träger und Achsen an anderen Mercedes Modellreihen. In seinem Vergleich sehen die M-Klassen dabei noch nich einmal soooo schlecht aus.
Ach ja: OHNE MÄNGEL
...wollt ich noch gesagt haben.
